Abschiedsparty - die zweite
Meine Mitbewohner konnten leider nicht kommen, und die meisten meiner Freunde sind in den Ferien zu ihren Familien gefahren. Jedenfalls waren wir nur zu dritt: Vic, Cheves und ich :o)
Kaum sind wir am Ángel de Independencia angekommen, wurden wir auch schon von mexikanischen Spezialeinheiten festgenommen wegen unerlaubter touristischer Aktivität.
Gegen eine Mordida von 10 Pesos haben sie uns dann aber wieder laufen lassen ;o)
Danach haben wir uns mit Mortiz getroffen, einem anderen Austauschstudenten, der spaeter nach Mexiko nachgekommen ist. Abends wollten wir wieder Party machen gehen, diesmal in der Zona Rosa. Auf unserem Hotelzimmer ist an diesem Tag ein Spanier eingezogen, den haben wir natuerlich mitgenommen. Sehr witzig, sich mit dem zu unterhalten. "Y vosotros, que haceis?" Aber in der Zona Rosa haben wir keine gescheite Bar gefunden, also durch dunkle Strassen 45 Minuten dorthin gelaufen, wo wir schon am Abend zuvor waren: In die Bar "Pata Negra". Dort war aber eine richtig gute Salsa-Band, die so richtig Stimmung gemacht hat. Ich habe euch sogar mal ein Video besorgen können :o)
Am Sonntag sind wir in das Antropologische Museum in Mexiko-Stadt gegangen. Leider hatten wir nur ca. 2 Stunden Zeit, um uns dort umzusehen. Es heißt, dass dies eines der weltbesten Museen sein soll. Dort sind alle wichtigen Schätze ausgestellt, die irgendwann mal in den Ausgrabungsstätten in Mexiko gefunden wurden.

Proteste auf dem Zócalo, hier ein Plakat der "Partido Comunista de México"
Monte Alban mit - na wem schon?
Gut Sortiert: Verschiedene Größen, verschiedene Geschmacksrichtungen...90 Minuten Arbeit - ich will jetzt eure Kommentare!






Donnerstag: Cuauhtémoc/Chihuahua
Reisestrecke: 133 kmIn Chihuahua gibt es nicht viel zu sehen. Das interessanteste ist eine Gedenktafel der Opfer der gefährlichsten Stadt Mexikos, Ciudad Juarez, eine Grenzstadt zwischen den USA und Mexiko. Berühmt-berüchtigt wurde sie durch den Drogenhandel und durch die nicht vorhandene Staatsautorität; außerdem durch eine Frauen-Mordserie, die seit mehr als 13 Jahren anhält. Insgesamt wurden seitdem 100 Frauen in dieser Periode ermordet, knapp 400 werden noch vermisst. Mexiko ist halt eben nicht Deutschland.





Also, wie soll das ganze funktionieren? Man hat einen Motor und einen Generator. Um unsere Maschine zu starten, muss ich einfach nur kurz an der Kurbel drehen. Was passiert? Klar, die Welle dreht sich, der Generator macht Strom, und mit dem Strom läuft wiederrum der Motor. Der Motor treibt dadurch wieder den Generator an - toll nicht? Und weil das ganze so toll läuft, kann ich an den Kabeln sogar noch Strom für unsere Elektrolyse abgreifen, während die Maschine ständig neuen Strom produziert.
Während der Party, am Anfang. Ich zeige hier nur die harmloseren Bilder, weil mir sonst meine Sponsoren die Verträge kündigen ;)
...von einem Mädel habe ich eine Pinata geschenkt bekommen: Eine Pappfigur, die randvoll mit Süßigkeiten gefüllt ist. Die muss man dann mit verbundenen Augen kaputtschlagen, was einem Anfänger wirklich schlecht gelingt (siehe Bild!). Sobald die Figur dann den Löffel abgegeben hat- schnell schnell die Süßigkeiten aufheben!Fleisch ist morgen billig, weil heute gleich mal 3000 Kilo vor schätzungsweise 10000 Zuschauern frisch zubereitet wurde. Von was rede ich? Richtig – Stierkampf. Diese Stierkämpfe gibt es hier (glücklicherweise) nicht mehr oft, und ich hatte die Möglichkeit, günstig an Karten zu kommen, um mir davon wenigstens mal selbst ein Bild zu machen. Und ich muss sagen: Ich dachte, es würde mich mehr schocken. Was ich nicht wusste: Hier wird nicht nur ein Stier mit Applaus ins Jenseits befördert, sondern pro Abend waren es gleich 6. Aber trotzdem kann ich dem Spektakel nicht viel abgewinnen, vielleicht weil man als Stierkämpfer zwar schon Mut braucht, die Chancen aber nicht unbedingt gerecht verteilt waren. Nicht umsonst waren die Gäste ja mit 0:6 unterlegen. Irgendwie habe ich mich immer wieder bei dem Gedanken erwischt, dass es doch auch mal einen Torero erwischen sollte.
Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Gefallen hat es mir nicht; aber ich war auch nicht entsetzt, dafür war das ganze immer noch zu weit weg, um mich wirklich zu schocken. Aber man muss damit aufgewachsen sein, um wirklich Freude dabei zu empfinden, ein Tier vorsätzlich zu quälen und zu töten.
...der finale Akt. Torero mit seinem Säbel, kurz vor dem finalen Stich...
....der Abtransport des toten Bullen.
...dort habe ich mir gleich ein Diabolo für schlappe 5€ gekauft... das hat mal wieder richtig Spaß gemacht :)









Anmerkung: Weil der Autor dieses hervorragenden Blogs immer noch keine Digitalkamera hat, weil ihm die alte bei seinem Urlaub in Alicante 'verloren wurde', und hier die Preise für alle Elektroartikel dermaßen hoch sind, sind alle Fotos die ihr hier seht von Leuten, die ne Digicam haben, erschnorrt. Der Freund von Lauras Schwester hat aber noch eine alte Digitalkamera über, 2 Megapixel, die er mir für 70€ abtreten will. Also gibts wohl in den nächsten Tagen dann mal 'echte' Bilder und nicht wie die ganze Zeit Fotos aus der Konserve.
Heute zum Spanischkurs gegangen - und schon mal voll die Hausaufgaben vergessen. Typisch.

Meine große Schwester - mit vollem Namen heißt sie "Maria Jose Torres Zamudio" bringt mich die ersten Tage bei einer Gastfamilie unter. Nach kurzer Begrüßung durfte ich dann nach insgesamt 26 Stunden Reise endlich mal wieder eine Mütze voll Schlaf nehmen.