Monday, December 18, 2006

Abschiedsparty - die zweite

Wie göttliche Fügung erschien es dass mein letzter Abend in Mexiko auf einen Samstag gefallen ist, und göttliche Fügung war es wohl auch, dass an diesem Abend der Tequila in der Bunka-Bar zum Selbstkostenpreis angeboten wurde :->
Meine Mitbewohner konnten leider nicht kommen, und die meisten meiner Freunde sind in den Ferien zu ihren Familien gefahren. Jedenfalls waren wir nur zu dritt: Vic, Cheves und ich :o)
Aber mal ganz ehrlich: Wer braucht schon alle seine Freunde wenn es....

.....dies.....

.... und das gibt?!

Jedenfalls haben wir einen tollen Abend verbracht, wobei einer meiner Freunde seine Grenzen nicht kannte und quasi mit der Buddel alleine durchgebrannt ist ;o)

San Blas

Bevor es heimgeht, nochmal schnell an den Strand gefahren, man muss sich ja von der vielen Arbeit erholen ;o) Also schnell schnell mit dem Studentenrabatt für 20€ in den Bundesstaat Nayarit gefahren. Und dort in das Örtchen San Blas, an der Pazifikküste. Das Ort liegt im Nix, hat nix zu bieten außer einem tollen Strand und Kampfpreisen (Limonade direkt am Strand: 0,80€)! Insgesamt bin ich hier 4 Tage geblieben, dann gings wieder zurück..

Eine Palme... 50 Pesos


Ein Krokodil... 100 Pesos


ein mexikanisch friesieres Auto.... unbezahlbar ;o)

Wie Männer Koffer packen

32 Kilo - soviel darf in einen Koffer. Wenn nicht, gibts Stress von der Fluggesellschaft. Aber woher wissen, wieviel drin ist? Naja, dafür schicken einen die Eltern ja nach Mexiko studieren. Also sich schnell ne mexikanische Waage gebaut:

Als Wägegewicht kommt mal wieder ein praktischer Garaffon zum Einsatz (Dein Freund in allen Lebenslagen!) Der Garaffon hat 20 Liter Wasser, wiegt also ziemlich genau 20 Kilo. Auch wenn es unglaublich erscheint, habe ich obige Vorrichtung ohne Zuhilfenahme eines Computers designt und berechnet. Weil auch Fachleute Probleme haben werden, dieses überaus komplizierte Wägesystem zu verstehen, werde ich meine neue Erfindung (US-Pat.-Nr. 08/15) mal kurz erklären: Sobald sich der Garaffon mit dem Koffer die Waage hält (ist ungefähr genau dann der Fall wenn das Haus nicht unter Wasser steht) misst man mit einem Blatt Papier die Hebellängen ab. Nach links 2 Blatt und nach Rechts 1 1/4 Blatt. Dann kommt man mit der Einstein'schen Elementargleichung auf: 20 kilo * 2 Blatt / 1,25 Blatt = 32 Kilo.
Natürlich wurde die mexikanische Sicherheit von genau 0 Kilo schon dazugerechnet ;o)

Abschiedsparty - die erste

Die Zeit geht vorbei - und natürlich muss man sich verabschieden. Klug wie ich bin, verabschiede ich mich schon 3 Wochen bevor ich nach Hause gehe. Denn wer weiß wann man sich wieder sieht? Ne andere Abschiedsparty kann man schließlich immer noch mal hinterherschieben. Also hab ich kurzerhand eine eh angesetzte Party der ganzen Wohnanlage zu ner Abschiedsparty umfunktioniert. Lustig war, dass ich 80% der Leute die sich von mir verabschiedet haben, vor der Party gar net gekannt habe :o) Typisch Mexiko eben.
Wir haben Aqua Loca gemacht. Aqua Loca ist die billigste Methode, ne Party zu schmeißen. Man nehme 10 Liter Wasser, gebe 4 Flaschen Tonayan dazu (Eine Spritiuose, wobei man bei einem Literpreis von 1€ durchaus auch von Plörre reden kann), Zucker und noch ein Horchata- oder Erdbeeraroma dazu. Dann gut schütteln, und dann hat man 20 Liter Mixgetränk der absolut miesesten Qualität, das höllische Kopfschmerzen bereitet, aber seinen Zweck trotzdem erfüllt....
Eine würdige Abschiedsparty mit vollem Haus und guter Stimmung, so muss es sein...

Thursday, December 07, 2006

Warum Mexiko nicht Deutschland ist

Eigentlich möchte ich diesen Eintrag gar nicht schreiben müssen. Vorgestern hatten wir meine Abschiedsparty gehabt, gestern Grillabend. In 2 Stunden werde ich an die Küste fahren. Heute ist der 7. und in genau 10 Tagen geht es wieder nach Deutschland. Schnell noch den Rucksack gepackt, an die Dokumentenbox gegangen. Huch, wo ist denn die Kohle hin? Nach 20 Minuten suchen hat sich herausgestellt: Sie wurde mir wohl auf der Party gezockt. Eigentlich dachte ich, gut vorgesorgt zu haben, weil ich meine Zimmertür abgeschlossen komplett abgeschlossen hatte. Aber wie sagt ein hessisches Sprichwort doch so schön: "Denke bringt nix".
Schade, dass mir sowas gerade im Endspurt nochmal passieren musste.

Guckst du (blöd) - Wo war doch gleich die Kohle?!

Friday, November 24, 2006

Mexiko-Stadt

Das letzte Wochenende war ich mit ein paar Deutschen in Mexiko-Stadt gewesen. Insgesamt haben wir 4 Tage in der Hauptstadt Mexikos verbracht. Und es hat sich wirklich gelohnt!
Hier stelle ich mal ein kleiner Reisebericht.

Freitag:
Ein Anruf um exakt 8:10 hat mich geweckt. "Du wolltest doch um 8 Uhr bei mir sein" quäkt Harry ins Telefon. Ups. Mal wieder verpennt. Aber halb so schlimm, eine halbe Stunde später habe ich dann bei ihm auf der Matte gestanden. Noch schnell Frühstück fassen, und ab gings mit dem Bus ins Chaos. 3 Stunden später standen wir dann in der smogverseuchten, auf 2500m gelegenen Stadt. Mexiko-Stadt ist nicht nur die wichtigste Stadt in Mexiko ("Alles was in Mexiko passiert, passiert in Mexiko-Stadt") sondern auch die Hauptstadt des Verbrechens. Also Geldbeutel gut festhalten. Dann mit einem der Elektrobusse bis ins Zentrum gefahren. Andauernd steigen irgendwelche Leute zu, die Batterien oder schlecht gedruckte Kochbücher verkaufen. Dort erstmal die Jugendherberge am Zócalo besucht, übrigens einer der größten Plätze der Welt. Für 120 Pesos (8-9€) pro Nacht ein Zimmer bezogen. Dann erstmal das Zentrum erkundet, nur mit ein paar Scheinchen Bargeld in der Tasche. Andauernd kommen irgendwelche 'hilfsbereiten' Kinder, die einem Aufkleber irgendwo hinkleben, und dann Geld wollen. Oder Schuhputzer, die einem freundlich Auskunft geben, und dann für ihre wertvollen Informationen 10 Pesos haben wollen...
Dann nochmal schnell zum Templo Mayor gegangen, dem Zentrum Tenochtitlans, bevor die Spananier dort alles platt gemacht haben. Dort waren wir auch in einem Museum gewesen, welches die Ausgrabungen dieses Ortes zeigt. Man kann ja viel über die Mexis sagen, aber nicht, dass sie ihren kulturellen Schatz vergammeln ließen. Die Museen sind erstklassig.
Abends sind wir dann mit der U-Bahn nach "La Condeza" gefahren, einem Stadtteil mit hunderten Bars. Nach ewigem Suchen und einem halbstündigen Marsch durch leergefegte, unbeleuchtete Straßen haben wir dann eine Bar gefunden, wo es sich echt aushalten ließ.

Samstag:
Heute sind wir mit dem Touribus durch die Stadt gefahren:

Kaum sind wir am Ángel de Independencia angekommen, wurden wir auch schon von mexikanischen Spezialeinheiten festgenommen wegen unerlaubter touristischer Aktivität.
Gegen eine Mordida von 10 Pesos haben sie uns dann aber wieder laufen lassen ;o)

Danach haben wir uns mit Mortiz getroffen, einem anderen Austauschstudenten, der spaeter nach Mexiko nachgekommen ist. Abends wollten wir wieder Party machen gehen, diesmal in der Zona Rosa. Auf unserem Hotelzimmer ist an diesem Tag ein Spanier eingezogen, den haben wir natuerlich mitgenommen. Sehr witzig, sich mit dem zu unterhalten. "Y vosotros, que haceis?" Aber in der Zona Rosa haben wir keine gescheite Bar gefunden, also durch dunkle Strassen 45 Minuten dorthin gelaufen, wo wir schon am Abend zuvor waren: In die Bar "Pata Negra". Dort war aber eine richtig gute Salsa-Band, die so richtig Stimmung gemacht hat. Ich habe euch sogar mal ein Video besorgen können :o)





Sonntag:

Am Sonntag sind wir in das Antropologische Museum in Mexiko-Stadt gegangen. Leider hatten wir nur ca. 2 Stunden Zeit, um uns dort umzusehen. Es heißt, dass dies eines der weltbesten Museen sein soll. Dort sind alle wichtigen Schätze ausgestellt, die irgendwann mal in den Ausgrabungsstätten in Mexiko gefunden wurden.


Danach waren wir bei einem Stierkampf gewesen, aber das Wetter war leider ziemlich mies. Und Stimmung kam im fast leeren Stadium auch nicht auf. Selbst die Stiere hatten wohl nicht richtig Lust gehabt. Aber einmal hätte fast die Gastmannschaft gewonnen: Ein Matador ist ausgerutscht und wurde vom Stier auf die Hörner genommen und herumgeschleudert. Das sah echt böse aus, aber weil der Stier schnell abgelenkt werden konnte, ging die Situation glimpflich aus. Für den Torrero zumindest.

Montag:
... war ein Gammeltag. Im Zentrum war irgendein Umzug wg. Revolutionsfeierlichkeiten gewesen, deswegen war überall im Zentrum die Metro geschlossen. Zuerst wollten wir nach 'Xochimilco' fahren (bei den wirklich aufmerksamen Lesern klingelts jetzt), aber weil wir uns nicht einigen konnten sind wir dann in einen Freizeitpark gegangen. Dort gabs eine 15 Jahre alte Holzachterbahn, der man das Alter auch schon angesehen hat. Ein Fehler war, sich in den vordersten Wagen zu setzen. Weil dort hat man die ganze Strecke gesehen, und ein "Ohoh, das geht nicht gut"-Gefühl kroch in mir so langsam hoch. Sind dann aber doch angekommen ;o)
Danach waren wir als Abschluss noch schick im Sanborns essen gewesen, um die Reise noch schön ausklingen zu lassen...


Thursday, November 02, 2006

Kämpfe in Oaxaca

Wie ihr vielleicht noch wisst, war ich vor ein paar Wochen in Oaxaca gewesen. Die Bilder, die ihr hier findet, waren aus dem Stadtzentrum. Kurz davor wurde vom Gouverneur Ulises Ruiz versucht, den bis dahin friedlichen Protest durch Polizeikräfte gewaltsam aufzulösen. Erfolglos, die Protestanten, die sich APPO nennen, konnten das Stadtzentrum trotz einiger Toter halten. Das war der aktuelle Stand, als wir in Oaxaca waren.
Ende letzter Woche wurde ein amerikanischer Journalist, der eindeutig als solcher zu erkennen gewesen war, durch gezielte Schüsse getötet. Es heißt, dass ihn wohl Polizei in Zivil erschossen haben soll.
Daraufhin wurde vom Präsidenten Mexikos, Vicente Fox, die PFP (Policía Federal Preventiva, dt. 'Bundespräventionspolizei') mit ca. 5000 Einsatzkräften nach Oaxaca geschickt, um dort die Stadt einzunehmen, was auch gelang. Leider waren auch hier wieder Tote zu beklagen.
Die APPO zog sich zurück auf das Universitätsgelände.
Heute gab es wieder Zusammenstöße zwischen der PFP und der APPO, wobei es der PFP nicht gelang, die brennenden Barrikaden zu beseitigen, was somit als Erfolg für die APPO zu verbuchen ist.
Die APPO will erst den gewaltsamen Widerstand aufgeben, wenn Ulises Ruiz tot oder zumindest kein Gouverneur mehr ist. Unzweifelhaft würden sie ihn lynchen, wenn sie wüssten, wo er sich aufhält.
Leider werden wahrscheinlich noch mehr Menschen sterben müssen, bis die gewaltsamen Proteste beendet sind. Die eigentlich Geschädigten sind die Kinder - die APPO war zu Anfangs eine Protestbewegung von Lehrern, die für die Angleichung ihrer Löhne an das Niveau anderer Bundesstaaten forderten. Seit einem halben Jahr fällt der Unterricht ersatzlos aus.

Hier ein paar Links:
REUTERS - Demonstranten drägen Polizei zurück
WELT - Schüsse, Blut & Steine
SPIEGEL - Ruiz lehnt Rücktritt ab


Hier ein Link einer linken Protestbewegung (mit Vorsicht zu genießen!):
Gruppe BASTA

Tuesday, October 10, 2006

Was völlig uninteressantes....

Schaut euch mal diesen Link an!

http://focus.msn.de/panorama/welt/italien_nid_36846.html

Und ich habe es immer gewusst:
Typen mit Fishbone-Pullis sind die gefährlichsten Gangster ;o)

Sunday, September 24, 2006

Der Tacomann

Fernando heißt er, der bei uns um die Ecke immer Tacos und Tortas macht. Wegen meinen überragenden Kochkünsten bin ich dort eigentlich fast immer anzutreffen. Naja, irgendwann fragt er mich mal, was ich hier im Dorf mache.

- Maschinenbau studieren
- Ah, also hast du also im Moment auch Kurse in Strömungsdynamik und Regelungstechnik
- ??? Öhm, ja?!? (Woher weiß der Tacomann von der Existenz des Faches Strömungsdynamik?)
- Naj
a, hast du auch Projekte?
- Ja, im Moment müssen wir die Rolläden von einem Gewächshaus automatisieren
(vielleicht hätte ich das nicht sagen sollen)
- Naja, dann brauchst dur zur Temperaturmessung einen LM75 empfehlen, dann eine SPS-
Steuerung und zum Antrieb Schrittmotoren!
- ?????? (Der Mann ist Tacoverkäufer
!)
- 'tschuldigung, woher wissen sie das alles?!

- Ja, ich habe 4 Jahre an der UNAM (die beste Uni in Südamerika) Elektrotechnik studi
ert. Steckkarten für Computer entwickelt, meine Diplomarbeit war die Klimaregelung eines Gewächshauses. Habe mich dann aber kurz vor Abschluss mit meinem Mentor zerstritten. Darauf habe ich mich entschlossen, wie meine Vorfahren Tacos zu machen....

Ei der Daus! Da denkt man, ein Tacomensch hat mich Ach und Krach die Grundschule fertiggemacht, und dann sowas. Lerne: Beurteile Menschen niemals nach seinen Lebensumständen!

Vorher hat er in Mexiko-Stadt gelebt, und dort allerlei 'amüsante' Geschichten erlebt:

Kunschaft sitzt im Laden. Auf einmal kommt ein Typ rein. Hey, wem ist denn das Auto, dass vor der Tür parkt? Daraufhin antwortet ein Kunde dass es seines wäre und was denn los wäre. Der Typ holt eine Pistole raus, bedroht den Gast und sagt: "Na dann die Schlüssel bitte!"

Als sein Bruder Dienst hatte, war gerade eine Gruppe Polizisten am futtern. Sie verlassen die Bude. Daraufhin der Bruder: "Hey, sie haben vergessen, zu bezahlen" Kommt ein Polizist zurück, hält dem Bruder die Waffe an die Schläfe und fragt: "Glaubst du wirklich, dass wir das Bezahlen vergessen haben?"
So läuft das hier. Deswegen immer schön den Ball flach halten.. ;o)


Fernando am Tortaschnippeln


Hier eine 'Torta de Pierna' in der Herstellung. Und ja nicht die Salsa vergessen! ;o)


Nee, kein Döner!
So sieht der noch ungegarte 'Pastor'-Spieß aus. Garantiert kein Gammelfleisch!

Thursday, August 31, 2006

Häuserwechsel etc.

Ja, das Semester hat wieder angefangen, und prompt zum Semesteranfang musste ich mir eine neue Bude suchen. Mein alter Mitbewohner sagte mir eines Tages, dass der Mietvertrag in 2 Wochen auslaufen würde und wir raus müssten weil der Sohn des Vermieters einziehen wolle. Am Tag des Auszugs erfahre ich dann von unserem Vermieter, dass wir gehen müssen, weil mein Mitbewohner schon seit 3 Monaten keine Miete mehr bezahlen würde. Danke für das Gespräch.
Jetzt wohne ich hier ganz nahe an der Unil, leider habe ich keinen Pool mehr, dafür ein viel schöneres und größeres Zimmer, wieder mit eigenem Bad. Meine beiden neuen Mitbewohner heißen Oscar und Igor. Ersterer wird von seinen Freunden Boiler genannt, weil er immer heiß ist und dann doch nie zum Stich kommt :) Beide sind sehr organisiert und hilfsbereit. Igor leiht mir sogar ab und an sein Auto, so dass man sich die Kosten fürs Taxi sparen kann. Es gibt aber auch Nachteile. Wenn wir jetzt eine Party in unserem Haus haben, kommen 90% Kerl, oder, wie der Mexikaner sagen würde, puro Tornillo ("nur Schrauben"). Deswegen muss ich wohl einmal meinen abendländischen Charme spielen lassen um die Quote ein wenig zu ändern :)

Die neuen Deutschen sind da! Ich habe sie von dem Busterminal abgeholt und dann erst einmal bei meiner alten Gastfamilie untergebracht. Selten habe ich so dankbare Menschen gesehen, denn sie waren so froh ein Dach über dem Kopf zu haben. Inzwischen haben sie sich aber auch wieder ganz gut eingelebt.

Die deutschen Mädels waren letztens hier um Brezeln zu backen. Die Brezeln sahen recht gut aus, die Küche weniger!

Die deutschen Mädels (l: Manuela, r: Annelene) beim Brezelbacken

Ansonsten date ich wie eh und jeh. Eigentlich könnte man jeden Abend mit einer anderen weggehen. Das Problem sind aber die begrenzten finanziellen Mittel. Die Frage ist also, in wen investiert man das Geld am besten? Und wir reden hier von Mexikanerinnen, das heißt dass er grundsätzlich zu bezahlen hat wenn man sie ausführt.

Wednesday, August 02, 2006

Oaxaca

Mit meiner letzten Reise habe ich den Südosten Mexikos kennengelernt, fehlte nur noch der Südwesten, Oaxaca. Oaxaca ist sowohl Bundesstaat als auch Stadt. Im Moment ist die Stadt öfters in den Nachrichten zu sehen, weil mehrere tausend Lehrer für höhere Gehälter protestieren. Der Gouverneur hat dann diese Proteste gewaltsam auflösen lassen wollen, jedoch ist es den Polizeikräften nicht gelungen, den Zócalo (Hauptplatz) zu räumen. Die Protestanten behaupten, dass 11 Personen, darunter 3 Kinder, bei diesen Protesten getötet worden sein sollen. Obwohl ich den offziellen Standpunkt der Regierung nicht kenne, so bin ich mir sicher, dass diese eine andere Version der Geschichte haben. Und die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte zu suchen sein. Naja, jedenfalls ist auf dem Zócalo immer noch viel von den Protesten zu sehen.

Proteste auf dem Zócalo, hier ein Plakat der "Partido Comunista de México"


Monte Alban ist ein indianisches-Ruinenkulturausgrabungsort mit vielen schönen Pyramiden und vielen gaaanz alten Steinen. Was gibts da sonst noch zu sagen? Sieht schön aus, ist es auch, aber länger als eine halbe Stunde konnte ich mich dafür nicht begeistern. Dafür mein Kumpel Will, der jeden Quadratzentimeter des Berges mit seiner Kamera abgelichtet hat.


Monte Alban mit - na wem schon?

Kommen wir auf die kulinarischen Delikatessen zurück, die es so in Oaxaca gibt. Das Highlight sind für uns zwangsläufig die Chapulínes, landläufig auch als Grashüpfer bekannt. Der - übrigens schon tote - Grashüpfer wird mit Chiligeschmack und Limone gereicht. Ich habe sie übrigens selbst probiert - jawohl! Während der ersten zwei noch Überwindung gekostet haben, ging die restliche Tüte dann runter wie Kräcker. Mahlzeit.


Gut Sortiert: Verschiedene Größen, verschiedene Geschmacksrichtungen...


So verbrachten wir die ersten 2 Tage in Oaxaca City, später ging es dann für 4 Tage in die Berge auf eine Hiking-Tour. Um wirklich billig zu leben, haben wir uns im WAL-MART ein einfaches Zelt gekauft, und sind dann mit einem klapprigen Bus die Berge hochgeklettert. Während in der Stadt unten noch sommerliche Temperaturen waren, hat es dann in den Bergen ziemlich gefröstelt. Ziemlich dumm, dass man sich ausgerechnet die Regenzeit für dieses Unternehmen aussuchen musste. Regenzeit in Mexiko bedeutet - wie in so vielen anderen Regionen der Welt auch - dass es viel regnet. Nach 15km durch nur landschaftlich mittelmäßig interessante Wälder sind wir dann total durchnässt in einem Bergdorf in absoluten nirgendwo angekommen. Und während Villariba (andere Wanderer) schon im heimeligen Gästezimmer Tee trinken durfte, musste Villabajo - also Will und ich - bei strömendem Regen mit total durchnässten Kleidern auf einer unter Wasser stehenden Wiese das Zelt aufbauen. So schön kann sparen sein. Wir hatten weder Isomatte noch Schlafsack dabei. Als ob das nicht schon genug wäre, war das Zelt auch noch undicht. In dieser Nacht fühlte ich mich in die gute alte Zeit - Russland '44 - zurückversetzt. Selten so gefroren.

Monday, July 17, 2006

Puenting

Vor 3 Wochen kam der Knaller. Bungee-Jumping auf mexikanisch! Dafür sind wir in die Sierra Gorda gefahren, ca. 200km von Querétaro entfernt. Dort haben wir uns eiine 35m hohe Brücke ausgesucht - und sind runtergehüpt. Ich habe es gemacht, habe mehrere Zeugen, allerdings sind die "Beweisfotos" unter die Räder gekommen. Soviel kann ich sagen: Wenn man vor dem Abgrund steht, wirds einem wirklich anders. Man fragt sich, warum man überhaupt da oben steht und ob das wirklich sein muss. Naja, aber es muss halt mal sein! Schwächeln geht ja bekanntlich nicht. Man sollte eigentlich einen beherzten Satz von der Brücke weg machen, daran war bei mir aber nicht wirklich zu denken. Naja, macht nichts, denn runter kommen sie ja alle :)
Nach dem Sprung macht sich ein unglaubliches Glücksgefühl in einem breit, weil man sich getraut hat. Genial. Aber trotzdem bin ich nicht der Typ, der diesen "Kick" in irgendeiner Form stimulierend findet. Man hats mal gemacht, aber ich persönlich brauche das kein 2. Mal.
Wie hat der Sprung funktioniert? Das ganze wurde mit normalen Kletterseilen gemacht, die sozusagen unter der Brücke durchgeführt wurden und auf der anderen Seite der Brücke festgebunden wurden. Dann ist man praktisch zuerst gefallen, wurde dann von dem Seil aufgefangen und ist dann ausgependelt. Schwer vorstellbar, ist aber so :)


Will (Austauschschüler aus den USA) beim Sprung von der Brücke.

Reise gen Süden

Endlich geht es mal wieder weiter! Der längst überfällige Bericht meiner 4-wöchingen Reise in den Süden Mexikos kommt jetzt endlich auch mal ins Internet. Ich habe die extreme Mexikos kennengelernt. Vom Regenwald bis zum Karibikstrand. Insgesamt habe ich folgende Städte Orte besucht: San Cristobal de las Casas, Palenque, Selva Lacandona (Regenwald), Merida, Cancun, Playa del Carmen, Tulum, Tuxtla und Puebla. Mit am Abstand beeindruckendsten war der Regenwald, dort haben wir mit einem 'Indianer' eine 3-tägige Tour durch den Regenwald gemacht. Auf dem 2. Platz kam Tulum, ein Karibiktraum aus dem Bilderbuch, der schönste Ort der Welt den ich bislang kennengelernt habe. Leider hat meine Kamera bei dieser Luftfeuchtigkeit den Betrieb eingestellt, weshalb ich nur wenige Bilder habe.

Indianer im Urwald (Selva Lacandona) in Chiapas

Der Austauschmexikaner im Urwald nach Verzehr von einigen "magischen" Pilzen die hier wachsen. Nee, nur Spaß ;o)

Tulum, ca. 50km von Cancún entfernt. Meiner Meinung nach der schönste Ort der Welt. Blick von der "Hotelanlage" auf das türkisblaue Meer.

Tuesday, June 06, 2006

Gesellschaft

Wie ist eigentlich der Mexikaner?

Diese Frage habt ihr euch zuhause bestimmt schon mal gestellt. Wie steht es denn mit den gaengigen Stereotypen? Ich bin jetzt 5 Monate hier, und denke ein recht scharfes Bild davon bekommen zu haben, wie die Leute hier ticken. Dass natuerlich nicht jeder Mexikaner diesem Bild entspricht, sollte auch klar sein. Dennoch gibt es wohl unbestreitbare Tendenzen.


  • Zeit: Banken und groessere Geschaefte haben feste Oeffnungszeiten, die auch eingehalten werden. Privat sieht die Sache anders aus: Am liebsten werden die Woerter "ahorita" ("jetzele") und bedeutet nach unserem Zeitmass etwas zwischen 5 min. und 5 Stunden. "Al ratito" (in einem Momentchen) wird benutzt wenn man ausdruecken will dass etwas in wenigen Stunden - oder auch nie - beginnt. Aber alles in allem finde ich die Art, wie die Mexikaner mit der Zeit umgehen, sehr entspannend.
  • Sport: Wer glaubt, hier nix von der mundial, der Weltmeisterschaft mitzukriegen, irrt. Ueberall, wirklich ueberall sind diese 3 debil grinsenden WM-Smileys zu sehen. Seit ein paar Tagen wird im Fernsehen live und mehrere Stunden lang ueber die mundial berichtet. Supermaerkte sind schwarz-rot-gold geschmueckt. Jeder Taxifahrer fragt mich, warum ich in Mexiko bin, wenn doch in Deutschland die Weltmeisterschaft ist. Dann antworte ich dass ich nicht mal jemanden kenne, der Karten fuer die WM hat. Ich glaube auf der Erde gibt es kein anderes Volk welches so fussballbegeistert UND so unerfolgreich ist wie Mexiko.
  • Mexikaner sind wirklich ein geselliges Volk. Rueckgrat dieser Geselligkeit ist, zu jedem freundlich zu sein. Wenn einem gut erzogenen Mexikaner etwas nicht passt, so wird er das meistens durch die Blume ausdruecken. Das Bestreben, zu jedem freundlich zu sein, geht teilweise soweit dass man es schon durchaus Luege nennen kann. Kundige Reisefuehrer raten deshalb ihren Touristen, immer mehrmals nach dem Weg zu fragen, weil Mexikaner ungern "ich weiss es nicht" antworten. Dann ist man lieber freudlich und schickt den Touri in die Walachei.
  • Frauen: Kommen wir wohl zu dem interessantesten Teil. Oft kriege ich mit, dass Mexikanerinnen krankhaft eifersuechtig sind. So machen sie ihren Freund schon zur Minna, wenn der sich nur mit einer anderen Frau unterhaelt. Deswegen gehen auch viele Beziehungen zwischen auslaendischen Maennern und Mexikanerinnen in die Brueche. Warum viele Mexis so abdrehen, habe ich auch herausfinden koennen, doch dazu spaeter mehr. Mexikanerinnen sind meiner Meinung nach konservativer als in Europa, waehrend sich in unseren Laendern nur ein recht geringer Teil der Frauen als Jungfrau in die Ehe "retten" kann, ist dies hier verbreiteter. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, soll jeder fuer sich selbst entscheiden. Die Frauen werden nicht so selbstbewusst erzogen wie in Europa, sie ordnen sich meiner Meinung nach dem Mann eher unter.
  • Maenner: Ein echter Mexikaner, der etwas auf sich haelt, fuehrt seine Frau zum Essen aus. Er oeffnet die Tuer, bezahlt die Rechnung, immer im Bestreben, sie wie eine Koenigin zu behanden - und betruegt sie nebenbei mit einer oder zwei anderen. Und geht Sonntags in die Kirche. Auch wenn das natuerlich nur auf meiner subjektiven Wahrnehmung beruht, aber ich bin mir sicher dass in Mexiko viel mehr fremdgegangen wird als in Deutschland. Woher kommt das? Ich bin der Meinung, dass die Fremdgeherei hier gesellschaftlich gestuetzt wird. Viele schoene, junge Frauen zu haben gilt hier als Zeichen der Staerke und Potenz. Wenn Arzt P. seinen Kumpels also von seiner "Neuen" erzaehlt, blicken sie zu ihm auf. Wo ist da der Unterschied zu uns? Ich glaube, wir fassen es eher als moralische Schwaeche auf, wenn jemand neben seiner Freundin noch eine andere hat. Normalerweise bin ich mehr angewidert als beeindruckt wenn mir einer erzaehlt, dass er fremdgegangen ist. Aber das ist noch subjektiver als alles, was ich zuvor geschrieben habe. Eure Kommentare will ich hoeren!
  • Familie: Waehrend oben viel "Baeh" kam, will ich eines der positivsten Sachen der mexikanischen Kultur herausheben. Die Familie lebt! Jeder kennt es bei uns: Familienzusammenkunft. Einmal im Jahr. "Hi, wie gehts" - "Gut. Und selbst?" -"Gut..." - "..." Schnell das Essen servieren um die Stille zu toeten. Hier ist das anders. Es wird zusammen gefeiert, es wird zusammen gelacht. Und zwischen den einzelnen Generationen herrscht echter Dialog. Wenn die Oma krank ist, wird sie von den Kindern gepflegt. Sie ist keine Last, sie gehoert dazu. Eine mexikanische Omi muss keine Angst haben, alleine alt zu werden - es sei denn alle ihre Kinder werden ueberfahren oder beim illegalen Grenzuebertritt in die USA erschossen ;)

90 Minuten Arbeit - ich will jetzt eure Kommentare!

Wednesday, May 17, 2006

Nachruf

Ein guter Freund der Familie, Klaus Froehlich, ist am Samstag um 22 Uhr nach schwerer Krankheit gestorben. Waehrend ich ihm am Beginn unserer Bekanntschaft mit Skepsis gegenueberstand, entwickelte sich doch mit der Zeit eine gute Freundschaft. Ich habe es immer geliebt, seinen Geschichten zuzuhoeren und mit ihm ueber alle moeglichen Dinge zu reden. Oft habe ich ihn auch um Rat gefragt, denn seine Antworten waren immer mit Bedacht gewaehlt und man merkte ihm an, dass er viel erlebt hatte und deswegen immer wusste von was er sprach.

Als ich Deutschland verliess, war eigentlich schon ziemlich klar, dass es kein Wiedersehen geben wuerde. Auch waehrend seiner schweren Krankheit hat er immer meinen Blog gelesen, und er hat sich immer ueber neue Geschichten gefreut. Ich hoffe, das hat ihm auch ein bischen Hoffnung gegeben.

Deswegen ist dieser Eintrag auch dir ,Klaus, gewidmet. Danke fuer deine Freundschaft.Moege es dir dort, wo du jetzt bist, gut gehen.

Stefan

Tuesday, May 09, 2006

Ich habe fertig!

Na also! Das erste Semester ist vorbei, die Abschlussklauren geschrieben, Zeit, um euch mal meinen Wasserkocher vorzustellen. Ich habe daraus ein PDF gemacht und online gestellt. Ich hoffe, euch gefällts. Wasserkocher.pdf

Aus dem Roboterprojekt ist leider außer ambitionierten Ideen wegen Zeitmangel nix weiter geworden. Dafür existiert schon eine komplette Simulation des Roboters im Computer (Matlab/Simulink). Und diese Simulation hat ganz klar ergeben, dass wir mit Abstand die Schnellsten wären ;o) Mit diesen Ergebnissen im Hinterkopf fühlen wir uns als moralische Sieger und fahren entspannt in die Ferien.

Tuesday, May 02, 2006

Ferien! Wer kommt vorbei?

Jetzt sind erst einmal 3 Monate frei. Mein Angebot steht immer noch: Das Haus hier in Querétaro ist für jeden offen, der vorbeikommen will! Was kostet das? Nicht die Welt. Ich habe mal exemplarisch einen Flug herausgesucht: Mit dem Kranich ( www.lufthansa.com ) von FRA direkt nach Mexiko und wieder zurück kostet 885€. (Abflugtag: 29. Mai Rückreise: 29. Juni). Ich bin sicher dass man mit ein wenig Suchen bestimmt an noch etwas günstigeres drankommt. Was gäbe es dann hier zu sehen? Man könnte im Bus Mexiko bereisen (besonders den Süden: Chiapas, Cancun (Traumstrände!))

Also Leute, adelante!

Vida peligrosa

Mexiko. Gefährliches Land. Raubüberfälle, Express-Entführungen, Autounfälle, ja ja, da hat man sich ja längst dran gewöhnt. Dass aber auch Gefahr aus völlig unbekannter Ecke kommen kann, zeigt folgendes Foto:


Wo kann man so ein Tier finden? In Baja California. Oder - wenn man nicht so weit fahren will - bei mir unterm Esstisch. Ja, ohne Witz! Als das Viech zum ersten mal an mir vorbeigeflitzt ist, habe ich an eine Kakerlake gedacht. Aber seit wann hat eine Kakerlake einen Schwanz?
Naja, über die Giftigkeit scheiden sich die Geister. Die einen meinen, dass man nach einem Stich ein wenig Schmerz empfindet, während die pessimistischeren meinen dass man sich den Weg ins Krankenhaus sparen kann, weil man nach einem Viertelstündchen eh schon tot ist.

Tuesday, April 18, 2006

Osterreise: Geisterstadt

Samstag: Cuatro Ciénegas/Real de Catorce/Querétaro

Reisekilometer: 80+ 638 + 280 = 998 km

Heute haben wir eine „ausgestorbene“ Minenstadt, Real de Catorce, besucht. Ausgestorben steht in Gänsefüßchen weil die Stadt voll war von Händlern, die ihren Ramsch (inklusive tonnenweise Jesus- und Maria-Kitsch) feilgeboten haben. Das Highlight heute war die Pferde- und Eseltour in die Berge. Ich auf dem Esel, zwei Girls auf den Pferden. „Wie steuert man denn so ein Vieh, Mädels?“ – „Ooch, das ist ganz einfach, der reitet uns hinterher..“ – Denkste. Nachdem der Esel den ganzen Hinweg recht tadellos funktioniert hatte, entschloss er sich auf dem Rückweg zu einer Alternativroute in die Berge. Weil sein Reiter leider keine Ahnung hatte, wie man dieses Tier zum Umdrehen oder Anhalten bewegen könnte, schnellte sein Adrenalinspiegel im Bewußtsein völliger Macht- und Ahnungslosigkeit in astronomische Höhen. Zum Glück hat unser Führer (der eigentlich `ne Bratzbirne war) uns beide verirrten Schäfchen wieder eingefangen und auf den rechten Weg zurückgebracht.



Zu guter Letzt:

Insgesamt sind wir eine Strecke von mehr als 3600 km gereist und haben ein großes Stück des Nordens gesehen. Danke auch an die Ar(s)chitektinnen, die die Reise so toll geplant haben!
Und zum Schluss geht auch ein Dank an meine Eltern, ohne die diese Reise nicht möglich gewesen wäre!

Osterreise: Natur pur

Freitag: Chihuahua/Cuatro Ciénegas

Reisestrecke: 455 + 245 = 700 km

Heute gabs was für die Augen. Die blaue Lagune (Poza Azul) ist ein Knaller, die Dünen auch. Außerdem konnte man wieder viel über mexikanische Gastfreundschaft lernen. Weil uns ein fahrbarer Untersatz fehlte, wurden wir von hilfsbereiten Mexikanern auf der Ladefläche ihres Pick-Ups mitgenommen. Die Polizei sagt da nichts. Ab ca. 100km/h wirds dann echt wirklich windig, also gut die Mütze festhalten :)



Osterreise: Chihuahua

Donnerstag: Cuauhtémoc/Chihuahua

Reisestrecke: 133 km

In Chihuahua gibt es nicht viel zu sehen. Das interessanteste ist eine Gedenktafel der Opfer der gefährlichsten Stadt Mexikos, Ciudad Juarez, eine Grenzstadt zwischen den USA und Mexiko. Berühmt-berüchtigt wurde sie durch den Drogenhandel und durch die nicht vorhandene Staatsautorität; außerdem durch eine Frauen-Mordserie, die seit mehr als 13 Jahren anhält. Insgesamt wurden seitdem 100 Frauen in dieser Periode ermordet, knapp 400 werden noch vermisst. Mexiko ist halt eben nicht Deutschland.

Osterreise: Die Menoniten

Mittwoch: Creel/Cuauhtémoc

Reisestrecke: 153 km

Es gibt mexikanische Staatsbürger, die nicht so recht in das Bild des typischen Sombrero-tragenden, Lasso-schwingenden Cowboys passen wollen. Diese findet man zum Beispiel in Cuauhtémoc. Hier leben seit 80 Jahren Menoniten, ein Wandervölkchen, die ihre Ursprünge in Deutschland, Holland und der Schweiz haben. Diese wanderten von Europa nach Russland, später nach Kanada und schließlich nach Mexiko. Hier arbeiten sie außerhalb der Stadt als Bauern und Landmaschinenhändler mit riesigen Plantagen und Ländereien. Bei den Mexis sind sie vor allem für ihren Käse berühmt. Im Allgemeinen schotten sie sich sehr von den Mexikanern ab und pflegen ihre eigene Kultur. Sie sprechen untereinander niederdeutsch, können uns aber ohne Probleme verstehen und – wenn sie wollen – können sie auch hochdeutsch reden.

Osterreise: Creel

Montag: Creel

Nach zähen Verhandlungen konnte ich gestern ein halbes Stündchen mehr Schlaf rausholen. Endlich mal ausschlafen! Nach dem Frühstück haben sich 4 Mädels ein Pferd gemietet, wir uns Mountainbikes. „Ääh – des Fahrrad will ich! Des hat ne Rock-Shox-Federgabel und V-Brakes“ – „Och Christine! (n.v.d.R.g.) Du wirst an deinem Rad mit Rock-Shox-Federgabel nicht viel Freude haben weil die Bremsen nicht funktionieren. Wieso überlässt du die Einschätzung der Drahtesel nicht jemandem, der sich damit auskennt?“ Mit den Rädern sind wir dann durch ein Indianerreservat gefahren. Die Indianer müssen minderwertigen Plunder verkaufen, um ein paar Pesos zu verdienen. Wollen zwar eigenständig sein, aber hier oben hoch in den Bergen ist das fast unmöglich. Auf dem Weg zu einem Denkmal in dem Reservat wurde der Feldweg durch ein Nylonseil abgesperrt. Eine Indianeromi erklärte uns, dass wir für die Zahlung von 5 Pesos pro Nase passieren dürfen?! Spätestens da hat sich meine Meinung über die armen Indianer geändert. Die bettelnden Indios lehnen Lebensmittel ab, nur Pesos sind immer gerne gesehen. Zum Bitten nach Geld ist man sich nicht zu stolz, zum ‚Danke’ sagen aber schon.




Dienstag:

Heute haben wir in Creel heiße Quellen besucht. Durch einen langen, anstrengenden Abstieg in eine Bergschlucht erwarteten wir unberührte Natur. Wir fanden auch unberührte Natur vor – oder zumindest das was Mexikaner darunter verstehen: Die heißen Quellen die aus dem Berg fließen wurden durch PVC-Rohr in freibadähnlich ausgebaute Becken geleitet – mitten in der Natur.

Osterreise: Mit dem Zug in die Canyons

Sonntag: Los Mochis/Creel

Reisestrecke: 357km

Piep-piep-piep! –Diese Geräusche hat mein Wecker schon um halb 6 morgens gemacht. Pinche despertador! Heute stand aber viel auf dem Programm. Wir mussten möglichst früh zum Bahnhof, der außerhalb der Stadt lag. An einer Ecke in der Innenstadt warteten wir dann auf den Bus, der angeblich dort abfahren sollte. Der Bus kam nicht, dafür ein viele Mexikaner besten Alters. 6 blonde Touristinnen ziehen hier die Kerle an wie Licht die Motten. 20 Minuten später war immer noch kein Bus da. Taxis wurden uns schon zu unverschämten Preisen angeboten, auf die man sich aber als „Mexiko-Kenner“ nicht mehr einlassen würde. Ich wurde abkommandiert um irgendwie eine Möglichkeit zu finden, zum Bahnhof zu kommen. In der Nähe entdeckte ich einen Linienbus, und fragte den Busfahrer wo man denn den Bus zum Busbahnhof findet. „Ich kann euch fahren, kein Problem“ – „Hä?“ – „Naja, ist zwar eigentlich nicht meine Strecke, aber für 5 Pesos fahre ich euch hin!“. Man lerne: Für rund 2,50€ kann man in Mexiko auch einen Bus chartern! Im Zug fuhren wir von der Küste bis nach Creel in den Bergen. Die Aussicht ist atemberaubend; die Canyons größer als der Grand Canyon der USA. Abends kamen wir dann in Creel an, ein kleines verschlafenes Dörfchen in den Bergen. Dieser Ort erinnert einen so gar nicht an Mexiko! Eher an Kanada. Der Baustil ist anders, das Klima, die Vegetation.



Osterreise: Abfahrt



Freitag/Samstag: Querétaro/Mazatlán

Reisestrecke: 852 + 452 = 1304 km

In der Semana Santa (Osterwoche) habe ich eine Reise in den Norden Mexikos gemacht. Ich habe mich also mit den deutschen Architekturmädels am Busbahnhof von Querétaro getroffen. Die erste Überraschung kam dort: Wir sind 7 Leute. 6 Architektinnen und ICH. Och nee! Um 9 Uhr abends ging unser Bus nach Mazatlan. Man kriegt hier sehr schnell Hornhaut am Hinterteil bei der vielen Fahrerei. Ankunft in Mazatlan um 9 Uhr morgens. Wenigstens war der Bus superkomfortabel. Nur halb so dicht bestuhlt wie in Europa, kann man sich beinahe in Liegeposition begeben, was die Fahrt halbwegs erträglich macht – wenn man denn schlafen kann. Leider ist die mexikanische Definition von Komfort den Bus bis in die Minusgerade mit der Klimaanlage runterzukühlen. Vielleicht denken die Verantwortlichen ja dass man in Winterstarre die Zeit im Bus besser rumkriegt. Die 4 Stunden in Mazatlan haben wir genutzt, um sich am Strand einen richtig schönen Sonnenbrand zu holen. Danach ging es weiter nach Los Mochis. Dort wurden wir so gegen halb 11 abends vom Bus abgesetzt. In Los Mochis haben wir dann erst einmal ein Hotel gesucht. Es wäre gelogen zu behaupten dass ich bei der Suche nach einer geeigneten Herberge nachts mit 6 Frauen und allerlei komischen Gestalten auf der Straße mir keine Sorgen gemacht hätte. Die meisten Hotels haben 4er-Zimmer, meistens bezahlt man dann zwischen 5 und 10€ pro Übernachtung, wenn man keine Ansprüche stellt.

Tuesday, April 04, 2006

Amibas, Amibas...

Viele Ausländer hier haben ungebetenen Besuch:

Amöben & Parasiten! Nicht nur, dass sie sich einfach so im Magen ihrer Wirte niederlassen, nein, die Spezies amiba mexicana bringt auch - wie bei Mexikanern und mexikanischen Parties üblich - gleich uneingeladen hunderte Freunde mit! Die Folge: Durchfall, Kotzen, extreme Übelkeit. Abhilfe: Nur durch Medikamente und Alkoholabstinenz(!) möglich. Ich denke mindestens 70% aller ausländischen Studenten hatten sie schon gehabt. Wie kommen die?
Zum Beispiel durch verseuchte Lebensmittel. Es wird immer abgeraten, 'in der Straße' zu essen. Auf der anderen Seite geht einem dann echt ein großes Stück mexikanischer Lebensfreude verloren, wenn man es nicht macht. Und - auch die Leute, die besonders vorsichtig waren, haben sie schon bekommen.

Oben: Aufnahme eines Parasiten mit dem Elektronenmikroskop

Friday, March 31, 2006

Der Roboterwettbewerb

Endlich habe ich mal wieder eine interessante Aufgabe für mich gefunden. Nachdem mich die Studenten, mit denen ich mein Wasserkocher-Projekt habe, maßlos enttäuscht haben, weil sie mal GAR NICHTS gemacht haben, werde ich jetzt mit einem intelligenten, arbeitswilligen Mexikaner an einem Roboterwettbewerb teilnehmen. Bislang war ich echt der Ansicht, daß dieser Typ Mensch hier nicht existiert, aber zum Glück habe ich mich getäuscht.
Unser Roboter soll auf einem schwarzen "Spielfeld" einer weißen, 1,5cm breiten linie folgen. Das ganze geht auf Zeit. Ich habe das Video vom Wettbewerb des letzten Jahres gesehen, die Gefährte die dort präsentiert wurden sahen etwas eigentümlich, wenn nicht sogar klobig und stark unprofessionell aus; aber - ei der Daus! Die Teile haben im Video mal richtig Gas gegeben, das ging echt richtig zur Sache - wird nicht ganz leicht denen zu zeigen wo der Hammer hängt, aber irgendwie werden wir das schon schaffen...

Friday, March 17, 2006

Crashin' a party

Mein Mitbewohner Javier hatte am vergangen Samstag geburtstag gehabt. Abends ist er dann in seine Heimatstadt Celaya gefahren um mit seinen Kumpels zu feiern. Dort wurde dann wohl in verschiedenen Discos dick auf den Putz gehauen - mit entsprechend viel Alkohol in der Blutbahn. Nachts um 4 ruft seine Freundin an... "ÄÄh, Javier, ich vermisse dich...., magst du mich nicht mal in Qro. besuchen kommen". Das Problem war dass jetzt wohl neben dem Alkohol auch noch ausreichend Hormone in der Blutbahn waren, was ihm dann noch das letzte Fünkchen Verstand geraubt hat. Also ab ins Auto und die 30 Minuten zurück nach Queretaro. Aber dann kurz vorm Ziel hats ihn zerlegt. Auf der Avenida 5 de Febrero ist er von der Fahrbahn abgekommen, in den Graben gerutscht und mehrmals überschlagen. Gottseidank war er angeschnallt, buena suerte. Naja, nachdem er zum Glück unverletzt aus seinem Schrotthaufen gekrochen kam, war auch schon gleich die Rennleitung am Start. Für 7000 Pesos Direktzahlung hätten sie die Angelegenheit "vergessen". Während sich die Polizisten noch das geschrottete Auto anschauen, halten ein paar Jungs an, laden unseren Pechvogel ein und brausen davon. In Deutschland würde man das wohl als Unfallflucht bezeichnen, hier ist das wohl ganz normal.
Ein paar Tage später: Als mein Mitbewohner sich das Auto anschaut, trifft ihn fast der Schlag. Nicht nur dass sein Auto ein wenig mehr lädiert wäre als gedacht, auch haben ihm diese Ladrones vom Abschleppdienst noch die Hälfte seiner Klamotten und seiner Wertsachen, die sich im Auto befunden haben, abgenommen... :(

Tuesday, March 07, 2006

Parciales














Wir haben die ersten beiden Parciales in "Mecánica de Fluidos" geschrieben, und ich habe Darmstadt gut vertreten. Wer sich die Tests mal anschauen will, ich habe die Aufgabenstellungen mal eingescannt....

Monday, February 20, 2006

Blindheit II

In unserem Kurs "Methodologias de Diseno" haben wir die Aufgabe einen umweltfreundlichen Wasserkocher zu bauen. Hier die Eckdaten:
  • Der Wasserkocher soll Wasserstoff verbrennen
  • Der Wasserkocher muss 1L Wasser von Raum- auf Siedetemperatur erhitzen
  • Dieser Wasserstoff soll selbst hergestellt werden - ohne externe Energie (Strom...)
  • Die Herstellzeit für den Wasserstoff darf max. 24h betragen
  • Das Gerät muss völlig emissionsfrei funktionieren
  • Die Kosten dürfen 800 Pesos (~70€) nicht überschreiten
Wer schon einmal Chemie in der Schule hatte, weiß dass Wasserstoff ein ziemlich fieses Gas ist. Und - nach meinen Berechnungen brauchen wir davon ca. 60L - man baut sich also schon ein hübsches Bömbchen zusammen.
Wir arbeiten in einem 4er-Team an diesem Projekt. Okay, wir diskutieren also woher man die Energie (Strom) nehmen könnte. Eine Idee war ein Generator mit einer Handkurbel, wobei ich aber den Einwand erhob, dass man sich ja nen Wolf kurbeln müsse, um genügend Energie erzeugen zu können.
Mein Teammitglied hatte folgene Lösung des Problems:

Also, wie soll das ganze funktionieren? Man hat einen Motor und einen Generator. Um unsere Maschine zu starten, muss ich einfach nur kurz an der Kurbel drehen. Was passiert? Klar, die Welle dreht sich, der Generator macht Strom, und mit dem Strom läuft wiederrum der Motor. Der Motor treibt dadurch wieder den Generator an - toll nicht? Und weil das ganze so toll läuft, kann ich an den Kabeln sogar noch Strom für unsere Elektrolyse abgreifen, während die Maschine ständig neuen Strom produziert.
Der Knaller: Der Student, der diesen Vorschlag geäußert hat, studiert im 8. Semester Mechatronik! Dies ist sein letztes Jahr! Die ganzen nicht-Techniker dürfen mal raten, was an dieser Maschine nicht funktionieren kann....

15. Februar / 49. Tag

Primeros Parciales

... heißen hier die ersten Zwischenprüfungen oder besser - Klassenarbeiten. Einige Leser meines Blogs sind der Meinung, ich sollte auch mal was über mein Studium ins Blog schreiben, also möchte ich mal hiermit beginnen. Im Spanischkurs habe ich 80% erreicht, was sich nicht schlecht anhört. Aber - mit weniger als 70% ist man durchgefallen. Auch hier kann ich mich halt einfach nicht motivieren, spanische Grammatik zu lernen.
In den Ingenieurskursen - Mecánica de Fluidos - welcher ein kompletter Kurs in Spanisch ist - habe ich 100% erreicht, in dem Kurs Methodologias de Diseno (englisch) auch 100%. Wenn Interesse besteht, scanne ich mal den Text von der spanischen Mecánica de Fluidos - Parcial ein. (Betrifft die Darmstadtfraktion - Thermo I - Kenntnisse genügen!)
Aber man muss auch dazu sagen dass die Kurse hier ziemlich blind sind. Bei jeder Formel, die an die Tafel geschrieben wird, kommen immer einen Haufen Rückfragen, welche Einheiten man verwenden solle, dann tippen alle die Zahlenwerte in den Taschenrechner ein und schreien das Ergebnis durch den Klassenraum. Wenn man bedenkt, dass ein mexikanischer Ingenieursstudent bei jeder Zahl, die er in seinen Taschenrechner eintippt, eine Irrtumswahrscheinlichkeit von schätzungsweise 50% hat, schwirrt bei einer Formel mit 3 Variablen dann schon allerhand verbaler Dünnpfiff durch die Luft.

Mein Geburtstag

... fing schon mal blöd an, weil ich mir eine dicke Erkältung eingefangen habe. Kommt wohl davon, dass in meinem Zimmer keine Heizung ist und es nachts immer ziemlich auskühlt.
Trotzdem wurde gefeiert, und unsere Wohnung war recht gut gefüllt. Auf der Party waren ziemlich viele Deutsche, zum Teil waren das die Achitektinnen aus Darmstadt und ein paar andere, die an der FH Worms studieren und hier in Querétaro einen Sprachkurs machen.
Hier mal ein paar Bilder:

Während der Party, am Anfang. Ich zeige hier nur die harmloseren Bilder, weil mir sonst meine Sponsoren die Verträge kündigen ;)

...von einem Mädel habe ich eine Pinata geschenkt bekommen: Eine Pappfigur, die randvoll mit Süßigkeiten gefüllt ist. Die muss man dann mit verbundenen Augen kaputtschlagen, was einem Anfänger wirklich schlecht gelingt (siehe Bild!). Sobald die Figur dann den Löffel abgegeben hat- schnell schnell die Süßigkeiten aufheben!


Ende mit Schrecken: Während ich noch zu diesem Zeitpunkt Fotos machen konnte, ging der Abend für diese Gäste nicht so glücklich aus...

Tuesday, February 14, 2006

10. Februar / 44. Tag

Corrida de toros

Fleisch ist morgen billig, weil heute gleich mal 3000 Kilo vor schätzungsweise 10000 Zuschauern frisch zubereitet wurde. Von was rede ich? Richtig – Stierkampf. Diese Stierkämpfe gibt es hier (glücklicherweise) nicht mehr oft, und ich hatte die Möglichkeit, günstig an Karten zu kommen, um mir davon wenigstens mal selbst ein Bild zu machen. Und ich muss sagen: Ich dachte, es würde mich mehr schocken. Was ich nicht wusste: Hier wird nicht nur ein Stier mit Applaus ins Jenseits befördert, sondern pro Abend waren es gleich 6. Aber trotzdem kann ich dem Spektakel nicht viel abgewinnen, vielleicht weil man als Stierkämpfer zwar schon Mut braucht, die Chancen aber nicht unbedingt gerecht verteilt waren. Nicht umsonst waren die Gäste ja mit 0:6 unterlegen. Irgendwie habe ich mich immer wieder bei dem Gedanken erwischt, dass es doch auch mal einen Torero erwischen sollte.

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Gefallen hat es mir nicht; aber ich war auch nicht entsetzt, dafür war das ganze immer noch zu weit weg, um mich wirklich zu schocken. Aber man muss damit aufgewachsen sein, um wirklich Freude dabei zu empfinden, ein Tier vorsätzlich zu quälen und zu töten.


...der finale Akt. Torero mit seinem Säbel, kurz vor dem finalen Stich...

....der Abtransport des toten Bullen.

Monday, February 06, 2006

5. Februar / 39. Tag

Ausflug nach Guanajato

Heute bin ich mit ein paar (Un-)bekannten nach Guanajato gefahren, ein kleines Städtchen ca. 100km von Querétaro entfernt. Die Stadt wurde reich durch den Bergbau; und das besondere an diesere Stadt ist dass ein Großteil des Straßenverkehres durch antike Tunnel unterhalb der Stadt abläuft, während an der Oberfläche eine große Fußgängerzone ist. Mit von der Partie war ein Exil-Deutscher, der seit 2 Jahren in Mexiko-Stadt wohnt...

...dort habe ich mir gleich ein Diabolo für schlappe 5€ gekauft... das hat mal wieder richtig Spaß gemacht :)



2 Studentinnen ausm TEC

Der Deutsche (Bauingenieur) und seine Freundin

Der kleine Unterschied (2)

Oh man! Der Mexikaner ist so krass drauf! Folgendes Foto habe ich unter Einsatz meines Lebens von einem Linienbus in Querétaro gemacht. Frage: Wie lange könnte ein Bus mit diesem "Logo" in Deutschland rumfahren?


Eigentlich sagt das Bild schon alles, deswegen erspare ich mir weitere Ausführungen. Nur soviel: Falls der Text unleserlich sein sollte: "4. Reich" steht da geschrieben...

Saturday, February 04, 2006

Gestatten: Meine Bude

Hier mal ein paar Bilder von unserer Bude. Ich fühle mich echt pudelwohl. Man beachte die beiden Damen auf dem Bild, auf die bin ich besonders stolz....


von oben links nach unten rechts:
Katja, Vanessa
Javier, (...), Jano (in Wirklichkeit Alejandro)


Unser Wohnzimmer. Links hinten in der Ecke (nicht zu sehen) ist der Eingang




Esstisch mit Balkon. Das Schild mit dem 'E' steht für 'Estacionamiento' und bedeutet soviel wie Parkplatz. Na wo das wohl her ist..? ;) Hinter der Tür verbirgt sich unsere Terasse.


Unsere Küche. Mal aufgeräumt :)



Meine Bude. Bis jetzt ist das Bett noch minimalistisch auf dem Boden, mal sehen ob ich mir noch ein Bettgestell leisten kann ;)